Erhitze Reste so, dass sie an allen Stellen mindestens 70 °C erreichen. Rühre dabei um, decke die Schale locker ab und wähle mittlere Leistung statt voller Wattzahl. Manche Lebensmittel wie Reis, Pilze oder Geflügel brauchen zusätzliche Vorsicht, weil sich Keime bei falscher Handhabung schnell vermehren können. Wer diese Grundregel beachtet, kann in wenigen Minuten sicher und gesund aufwärmen.
Kurz gesagt:
- Das Erhitzen von Resten sollte mindestens 70 °C Kern- temperatur erreichen, insbesondere bei Reis, Pilzen und Geflügel, um Keime sicher abzutöten.
- Mittlere Wattzahl zwischen 400 und 600 Watt sowie kurze Intervalle mit Umrühren vermindern Hot Spots und Ungleichmäßigkeit beim Erwärmen.
- Für Mikrowellengeschirr sind Glas, Porzellan ohne Metall und mikrowellengeeignete Kunststoffe geeignet; Metall und Geschirr mit Gold- oder Silberrand sind tabu.
- Proteinreiche Gerichte im Glas lassen sich bei mittlerer Leistung in 3 bis 4 Minuten gleichmäßig erhitzen, vor dem Verzehr kurz ruhen lassen.
- Innereien wie Reis, Pilze, Eier oder rohes Fleisch erfordern besondere Vorsicht, da sich Keime vermehren oder beim Erhitzen Druck aufbauen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Essen in der Mikrowelle erwärmen: Die Schnell-Checkliste
- Warum erwärmt die Mikrowelle ungleichmäßig?
- Welche Wattzahl und Zeit brauchst du zum Aufwärmen?
- Welche Gefäße sind für die Mikrowelle geeignet?
- Welche Lebensmittel brauchen beim Aufwärmen besondere Vorsicht?
- Auftauen in der Mikrowelle: Was ist erlaubt, was nicht?
- Wie lagerst du Reste hygienisch sicher?
- Proteinreiche Fertiggerichte im Glas richtig erwärmen
- Was mir beim Aufwärmen am wichtigsten ist
- Fittaste: Proteinreiche Gerichte, die für die Mikrowelle gemacht sind
- Quellen
Essen in der Mikrowelle erwärmen: Die Schnell-Checkliste
Diese sieben Schritte reichen für die meisten Reste im Kühlschrank aus. Du musst sie dir nicht merken, du liest sie einmal und wendest sie dann automatisch an.
- Portioniere die Menge, statt einen ganzen Topf auf einmal zu erhitzen.
- Verteile das Essen in einer flachen Schale, das sorgt für gleichmäßigere Wärme.
- Decke die Schale mit einem Mikrowellendeckel oder Teller ab, aber niemals luftdicht.
- Stelle mittlere Wattzahl ein und erhitze in kurzen Intervallen.
- Rühre zwischendurch um, besonders bei Suppen, Reis oder Saucen.
- Prüfe bei Fleisch, Geflügel oder Reis die Kerntemperatur, sie sollte 70 °C erreichen.
- Lass das Essen kurz ruhen, bevor du isst, die Wärme verteilt sich dann noch weiter.
Reste solltest du ohnehin zügig verbrauchen. Am besten innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Kochen und nach dem Abkühlen durchgehend im Kühlschrank gelagert.
Profi-Tipp: Stell dir vor dem Erhitzen kurz vor, wo die dicksten Stellen im Essen liegen, Fleischstücke, Reisklumpen, die Mitte einer Sauce. Genau dort liegt später auch die größte Wahrscheinlichkeit für einen kalten Kern.

Warum erwärmt die Mikrowelle ungleichmäßig?
Mikrowellen erhitzen Essen nicht wie ein Backofen von außen nach innen. Sie bringen Wassermoleküle im Essen zum Schwingen, und Bereiche mit mehr Feuchtigkeit werden schneller heiß als trockene Stellen. Das erklärt, warum eine Lasagne außen kochend heiß sein kann, während der Kern noch kalt ist.
Genau deshalb empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, Speisen in Intervallen zu erhitzen und dazwischen umzurühren. So gleichen sich Hot Spots und Cold Spots wenigstens teilweise aus. Kleine Portionen und flache Formen helfen zusätzlich, weil die Wärme dort kürzere Wege durch das Essen zurücklegen muss. Eine tiefe Schüssel mit viel Volumen in der Mitte bleibt fast immer ungleichmäßiger warm als ein flacher Teller mit dünner Schicht.

Welche Wattzahl und Zeit brauchst du zum Aufwärmen?
Die Faustregel: Zum Aufwärmen reicht meist eine mittlere Leistung von 400 bis 600 Watt, zum Auftauen solltest du noch niedriger gehen, damit das Essen nicht am Rand schon kocht, während der Kern noch gefroren ist. Volle Leistung über lange Zeit klingt praktisch, trocknet Essen aber aus und lässt Ränder verbrennen, bevor die Mitte überhaupt warm wird.
Als Orientierung für Portionsgrößen und Vorgehen:
- Kleinere Portionen lassen sich in der Regel gut in einem Durchgang erwärmen.
- Größere Mengen solltest du aufteilen und einzeln erhitzen, nicht alles gleichzeitig in eine Schale packen.
- Starte mit 60 bis 90 Sekunden bei mittlerer Leistung, rühre um, und erhitze dann in Schritten von weiteren 30 bis 60 Sekunden nach.
- Prüfe nach jedem Intervall die Temperatur, bevor du weitermachst.
Die Verbraucherzentrale NRW rät genau zu diesem Intervallprinzip mit mittlerer Wattzahl, weil es die Gefahr von Hot Spots deutlich senkt. Die Apotheken Umschau betont zusätzlich, dass kleinere Portionen die Mikrowelle auch energieeffizienter machen, ein Nebeneffekt, der beim Kochen für eine Person durchaus ins Gewicht fällt.
Welche Gefäße sind für die Mikrowelle geeignet?
Nicht jedes Geschirr aus deinem Küchenschrank gehört in die Mikrowelle. Glas, Porzellan ohne Metallverzierung und ausdrücklich mikrowellengeeignete Kunststoffe sind die sichersten Optionen, gerade wenn du Essen im Glas erwärmen möchtest, ist das Risiko gering.
Vorsicht gilt bei:
- Metallbehältern oder Geschirr mit Gold- oder Silberrand, sie können Funken schlagen und die Mikrowelle beschädigen.
- Unglasierter Töpferware, die Feuchtigkeit ungleichmäßig speichert.
- Rissigem oder angeschlagenem Geschirr, das unter Hitze brechen kann.
- Melamingeschirr: Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass Melaminharz bei hohen Temperaturen Melamin und Formaldehyd freisetzen kann, deshalb gehört solches Geschirr grundsätzlich nicht in die Mikrowelle.
Zum Abdecken eignen sich Mikrowellenhauben, ein einfacher Teller oder Pergamentpapier. Wichtig ist nur: niemals luftdicht verschließen, sonst kann sich Druck aufbauen.
Welche Lebensmittel brauchen beim Aufwärmen besondere Vorsicht?
Nicht alle Reste sind gleich unkompliziert. Ein paar Lebensmittel verlangen bewusstere Handhabung, weil sich Keime bei ihnen besonders schnell vermehren oder weil physikalische Effekte beim Erhitzen dazukommen.
- Reis kann Bacillus cereus enthalten. Deshalb sollte er nach dem Kochen zügig abkühlen, im Kühlschrank landen und innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden, beim Aufwärmen dann auf mindestens 70 °C bringen.
- Pilze verhalten sich ähnlich empfindlich. Auch sie gehören kalt gelagert und sollten binnen 24 Stunden wieder erhitzt werden.
- Eier, besonders hartgekochte oder in geschlossener Schale, können in der Mikrowelle durch aufgebauten Druck regelrecht platzen. Schneide sie vorher ein oder erhitze sie nicht in versiegelten Behältern.
- Fleisch und Geflügel brauchen die volle Aufmerksamkeit bei der Kerntemperatur. Etwas Flüssigkeit dazugeben hilft gegen Austrocknen, und ein Fleischthermometer nimmt dir das Raten ab.
Auftauen in der Mikrowelle: Was ist erlaubt, was nicht?
Für die Mahlzeitenplanung im Voraus ist der Kühlschrank meist die bessere Wahl zum Auftauen, er ist langsamer, aber gleichmäßiger und sicherer. Die Mikrowelle eignet sich vor allem für kleine Mengen oder wenn du das Essen sofort weiterverarbeitest.
Der BfR-Ratgeber empfiehlt, tiefgefrorene tierische Lebensmittel bevorzugt im Kühlschrank aufzutauen. Nutzt du stattdessen die Mikrowelle, entferne vorher die Verpackung, fange das entstehende Tauwasser auf und reinige die Fläche danach gründlich. Aufgetautes rohes Fleisch, Geflügel oder Fisch solltest du unmittelbar danach zubereiten, nicht wieder in den Kühlschrank zurücklegen und später weiterverarbeiten.
Wie lagerst du Reste hygienisch sicher?
Die 70 °C Regel gilt nicht nur fürs Aufwärmen, sie ist der zentrale Hygienemaßstab überhaupt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, Essen für mindestens zwei Minuten auf diese Temperatur zu bringen, das tötet die meisten relevanten Keime ab.

Zwischen Kochen und Essen entscheidet die Zeit außerhalb des sicheren Bereichs. Willst du Essen warmhalten, sollten mindestens 60 °C erreicht bleiben. Andernfalls kühlst du am besten zügig auf unter 7 °C ab, am schnellsten gelingt das in flachen Behältern, weil dort die Wärme rascher entweicht. Nach dem Kontakt mit Tauwasser oder rohem Fleisch gehört Händewaschen zur Routine, genauso wie das Reinigen von Schneidebrettern und Arbeitsflächen.
Proteinreiche Fertiggerichte im Glas richtig erwärmen
Feuchte, proteinreiche Gerichte wie Currys, Eintöpfe oder Saucengerichte gehören zu den unkompliziertesten Kandidaten für die Mikrowelle. Die enthaltene Flüssigkeit verteilt die Wärme gleichmäßiger, und kurze Erhitzungszeiten schonen laut HEA-Fachwissen zusätzlich die Nährstoffe.
Für solche Gerichte hat sich folgender Ablauf bewährt:
- Inhalt vor dem Erhitzen kurz umrühren, damit sich Flüssigkeit und feste Bestandteile mischen.
- Bei mittlerer Leistung 3 bis 4 Minuten erhitzen.
- Kurz ruhen lassen, dann die Temperatur an mehreren Stellen prüfen.
Ungeöffnete Gläser bleiben 12 bis 24 Monate ohne Kühlung haltbar, nach dem Öffnen gehören Reste in den Kühlschrank. Wer genauere Zubereitungsangaben zu einzelnen Gerichten sucht, findet sie im Fittaste-Ratgeber zu Mikrowellengerichten.
Profi-Tipp: Rühre bei sämigen Gerichten wie Currys immer einmal in der Mitte des Erhitzens um, dort bildet sich sonst am ehesten der kälteste Punkt.

Was mir beim Aufwärmen am wichtigsten ist
Sicherheit schlägt Tempo, immer. Wer zwei Minuten mehr investiert, um die Kerntemperatur zu prüfen und einmal umzuschichten, spart sich im Zweifel einen unangenehmen Magen-Darm-Tag. Portioniere bewusst, nutze passende Gefäße, und organisiere deinen Kühlschrank so, dass du weißt, was wie lange schon dort steht.
Die Mikrowelle verdient dabei keinen schlechten Ruf. Richtig genutzt ist sie energiesparend und schnell, gerade für kleine Portionen unterwegs im Alltag.
— Konstantin
Fittaste: Proteinreiche Gerichte, die für die Mikrowelle gemacht sind
Wer nach einer Mahlzeit sucht, die ohne Kühlschrank monatelang haltbar ist und trotzdem in wenigen Minuten fertig wird, findet bei Fittaste genau dieses Prinzip umgesetzt. Die Gerichte im Glas liefern bis zu 40 Gramm Protein pro Portion, sind ohne Zuckerzusatz hergestellt und lassen sich ungeöffnet 12 bis 24 Monate lagern, ganz ohne Kühlung im Vorratsschrank.

Genau die Feuchtigkeit und die kompakte Portionsgröße, die weiter oben als Vorteile fürs Erwärmen genannt wurden, stecken in jedem Fittaste-Glas serienmäßig. Umrühren, bei mittlerer Leistung drei bis vier Minuten erhitzen, kurz ruhen lassen, fertig. Wer mehr über die einzelnen Menü-Varianten erfahren oder direkt eine Probierbox bestellen möchte, findet alle Details und den Bestellprozess auf der Fittaste-Website.
Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ersetzt nicht die Beratung durch einen qualifizierten Arzt. Wenden Sie sich an eine qualifizierte medizinische Fachperson zu Ihrer persönlichen Lage, bevor Sie auf Grundlage dieses Inhalts handeln.
Quellen
- Mikrowelle richtig nutzen: Diese Lebensmittel kannst du wieder aufwärmen | Verbraucherzentrale NRW
- Freisetzung von Melamin und Formaldehyd aus Geschirr und Küchenutensilien - BfR
- Apotheken Umschau — Was gibt es bei Mikrowellen zu beachten?

