von Holger Gugg


Proteine (auch genannt Eiweiße) zählen neben Kohlenhydraten und Fett zu den drei Makronährstoffen. Jede einzelne Zelle des Organismus besteht mitunter aus Protein oder seinen Bestandteilen den Aminosäuren. Neben dieser Eigenschaft schreibt man Protein mit dem Verzehr einen Brennwert von 4,1 Kalorien (17 kJ) pro Gramm zu. Von Aminosäuren aus Nahrungsprotein weiß man um 20 unterschiedliche Arten die sich wiederum in eine essentielle und eine nicht-essentielle Gruppe unterteilen. Das Besondere an essentiellen Aminosäuren ist die Tatsache, dass unser Körper gar nicht oder nicht ausreichend in der Lage ist sie selbst zu bilden. Wir sind also auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Wichtig ist, dass es sich um hochwertige Proteinquellen handelt, wie wir sie in unserem fittaste Sortiment, in den vielfältigen Varianten, wie Huhn, Rind, Fisch und Meeresfrüchten anbieten. Nicht-essentielle Aminosäuren können vom Körper aus anderen Bestandteilen bis zu einem gewissen Grad gebildet werden, dennoch ist auch hier die Aufnahme einer gewissen Menge zum Erhalt eines gesunden Proteinhaushaltes notwendig. Bestimmte Krankheiten oder hochintensive Belastung sorgen bei einigen nicht-essentiellen Aminosäuren wie Arginin oder Histidin für einen derart hohen Bedarf, dass eine Zufuhr über die Nahrung unabdingbar ist. Man spricht hier von sog. semi-essenziellen Aminosäuren



Wie nehmen wir Protein auf


Anders als bei Kohlenhydraten beginnt die Verdauung von Protein nicht bereits im Mund, sondern erst im Magen. Über mehrere Mechanismen wird das Eiweiß in kleinste Bestandteile zerlegt. Neben Magensäure (die genau aus diesem Grund einen sehr sauren pH-Wert von 1 bis 4 aufweist, je nachdem wie voll der Magen ist) sind auch eiweißspaltende Enzyme (Peptidasen) hierfür verantwortlich. Nach diesem Zwischenschritt der Verdauung können einzelne Aminosäuren und kleine Peptidketten von der Darmwand resorbiert werden, wo sie über die sog. Pfortader zur Leber gelangen. Die Leber fungiert in unserem Körper als eine Art Verteilersystem. Im Falle Protein steuert sie die Verteilung an bedürftige Stellen, hält aber auch einen eigenen Speicher bereit, der den Proteinstoffwechsel für einige Stunden aufrechterhalten kann. Man spricht hier vom sog. Aminosäure-Pool.


Interessant


Dank des Aminosäure-Pools müssen wir NICHT alle 2 Stunden Protein zuführen!


Aufgaben von Protein


Als Hauptaufgabe von Nahrungsprotein ist der Aufbau körpereigener Proteine zu nennen. Wie gut oder schlecht dies über ein Nahrungsprotein funktioniert, lässt sich über den Faktor der biologischen Wertigkeit (BW) bestimmen. Die biologische Wertigkeit sagt aus, wie viel Gramm Körpereiweiß aus 100 Gramm des jeweiligen Nahrungsproteins aufgebaut werden.


Wichtig


Hauptaufgabe von Nahrungsprotein ist die Bildung von körpereigenem Protein. Das derzeit beste Verfahren zur Bewertung von Nahrungsprotein ist aus diesem Grund bis dato die sog. Biologische Wertigkeit.


Neben der Bildung körpereigenen Proteins liefert Nahrungsprotein zudem Grundbausteine für Knochen, Bindegewebe, Muskelgewebe, das Blut sowie von Haut und Haaren und dient damit als Strukturbestandteil. Weiterhin bestehen bis auf wenige Ausnahmen alle Enzyme aus Protein was es ihnen ermöglicht, biochemische Reaktionen auszuführen. Nicht zuletzt unterstützen Proteine das Immunsystem (Antikörperbildung), sind für den Sauerstofftransport des Blutes zuständig (Hämoglobin) und tragen als Puffer zu einem Gleichgewicht des Säure–Basen–Haushalts bei. Versorgen wir uns mit zu wenig Glucose (Zucker / Kohlenhydrate) verwendet unser Körper Protein als Ersatzenergiesubstrat und wandelt es einfach in Glucose um (Gluconeogenese). Hier kommen insbesondere die in der Sportlerszene so beliebten BCAA (verzweigtkettige Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin) zum Zuge.


Wie viel Protein benötigen wir?


Der Proteinbedarf wird schon seit Jahren kontrovers diskutiert. Es gibt extrem konservative Ansätze die im Bereich von 0,8g pro Kilogramm Körpergewicht liegen, aber auch Veröffentlichungen zu einem weitaus höheren Bedarf. Fest steht, dass für sportlich aktive Personen ein erhöhter Proteinbedarf veranschlagt werden muss. Vorteile ohne gleichzeitige Nachteile verspricht die Aufnahme von 2 bis 2,5g Protein pro Kilogramm Körpergewicht in Abhängigkeit vom jeweiligen Zielgewicht. Aktuellen Studien zur Folge besteht auch bei Best-Agern ein nachweislich erhöhter Proteinbedarf.


Resümee


Protein versteht sich von allen drei Makronährstoffen als der Wichtigste. Wichtig, da mit seiner Aufnahme der Bedarf etlicher lebensnotwendiger Bestandteile gesichert wird. Wichtig auch, da Protein in unzählige Vorgänge unseres Körper involviert und ebenso am Erhalt eines jeden Gewebes oder Organs beteiligt ist. Über das Maß der biologischen Wertigkeit kann man sich einen Einblick über die Qualität des jeweiligen Proteins verschaffen. Alle Mahlzeiten die du im Sortiment von fittaste bekommst dienen unter diesem Gesichtspunkt hervorragend zur Bildung von körpereigenem Protein. Was den Bedarf anbelangt, sollte man sich besonders als Best-Ager oder sportlich aktive Person NICHT an allzu konservative Richtlinien halten, da eine höhere Aufnahme bis 2,5g Protein pro Kilogramm Körpergewicht (Zielgewicht) etliche Vorteile verspricht, ohne auf den Körper belastend zu wirken. In unserer Kategorie High-Protein findet sich somit für jeden eine sinnvolle und zudem wohlschmeckende Alternative zur täglichen Versorgung mit dem wichtigsten aller drei Makronährstoffe.


Lust auf köstliche Protein-Quellen bekommen? Dann haben wir genau das richtige für dich!