von Holger Gugg

Kohlenhydrate (auch genannt Saccharide) zählen neben Eiweiß und Fett zu den drei Makronährstoffen. Sie machen den größten Teil der Biomasse unserer Natur aus und werden von vielen Organismen als Nahrungsquelle genutzt. Auch der Mensch ernährt sich von Fremdorganismen und insbesondere Kohlenhydrate haben es uns angetan, wie sich in Untersuchungen zu diesem Thema nachlesen lässt (Oza-Frank 2009). Mit 17kj (Kilojoule) oder anders ausgedrückt 4,1kcal (Kalorien) dienen Kohlenhydrate den Menschen vorwiegend als Energieträger, der in der Natur in unterschiedlichen Formen vorkommt.
Die wohl bekanntesten sind

Monosaccharid (Einfachzucker)

  • Glucose (Traubenzucker, Dextrose)

  • Fructose


Disaccharide (Zweifachzucker)

  • Saccharose (Rübenzucker, Rohrzucker)

  • Lactose (Milchzucker)

  • Maltose


Polysaccharide (Vielfachzucker)

  • Stärke

  • Zellulose


Anmerkung

Auch bei Ballaststoffen handelt es sich genau genommen um Kohlenhydrate, nämlich um Vielfachzucker, die wir Menschen jedoch aufgrund fehlender Enzyme nicht oder nur kaum energetisch nutzen können. Ballaststoffe sind aus anderen Gründen wichtig, liefern aber keinen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung!

Aufnahme von Kohlenhydraten


Nach dem Verzehr gelangen Kohlenhydrate über den Magen - Darmtrakt ins Blut. Bevor dies jedoch möglich wird, müssen Di- und Polysaccharide zunächst in Monosaccharide gespalten werden, während natürlichem Einfachzuckern der direkte Übertritt vom Darm ins Blut gewährt wird. Für genannte Aufspaltung sind in unserem Körper Enzyme verantwortlich, die speziell bei Kohlenhydraten als Amylasen bezeichnet werden. Sobald Kohlenhydrate in unserem Mund landen und gekaut werden, beginnt bereits die Vorverdauung via sog. Speichelamylasen, den Rest der Arbeit übernehmen dann weitere "Kohlenhydratspalter" im Verdauungstrakt. Je nachdem wie aufwändig sich die Spaltung gestaltet ist, mit einer unterschiedlichen Aufnahmegeschwindigkeit und damit auch mit einer anderen metabolischen Reaktion einzelner Kohlenhydratträger zu rechnen. So gelangen Monosaccharide schnell ins Blut, liefern schnell Energie und erhöhen den Blutzucker stark. Disaccharide gelangen später ins Blut, der Blutzuckerspiegel erhöht sich nicht so stark wie bei Monosacchariden. Polysaccharide gelangen langsam und kontinuierlich in die Blutbahnen, sättigen überdies länger und erhöhen den Blutzucker weit weniger stark.

Im High-Carb Sortiment von fittaste finden sich insbesondere Vertreter der letztgenannten Kategorie. Nudeln, Reis und auch Kartoffeln verstehen sich als Lieferanten von Vielfachzucker, die damit allesamt einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit Kohlenhydraten liefern, ohne dabei den Blutzucker allzu stark ansteigen zu lassen. Vielfach finden sich unter den angebotenen Mahlzeiten Kombinationen aus genannten Stärketrägern und Gemüse, welches dank des hohen Ballaststoffanteils zusätzlicher für anhaltende Sättigung sorgt.
Anmerkung

Der Anstieg des Blutzuckers als Resultat aus dem Verzehr eines Kohlenhydratträgers wird über den glykämischen Index (GI) bemessen. In der heutigen Zeit genießt der GI mangels Praktikabilität nur noch ein zweitrangiges Ansehen, stattdessen arbeitet man mit der glykämischen Last, die neben dem Blutzuckeranstieg auch die normale Portionsgröße in die Bewertung mit einbezieht.

Hauptaufgaben von Kohlenhydraten


Wie bereits genannt, fungieren Kohlenhydrate hauptsächlich als Energieträger. Neben dem Bedarf sonstiger Einrichtungen in unserem Körper haben wir einige Systeme, wie die Zellen des Nierenmarks, die Erythrozyten und die Zellen des Nervensystems (Gehirn), die ganz besonders auf Kohlenhydrate angewiesen sind, da Fett NICHT als Ersatzenergieträger zur Verfügung steht. Nehmen wir keinerlei Kohlenhydrate zu uns, sterben wir zwar nicht, es muss vom Körper jedoch über die sog. Ketogenese eine Art Ersatzenergiesubstrat gebildet werden. Über diesen Bedarf hinaus, verfügen insbesondere die Leber und die Muskeln über Kohlenhydratspeicher, um damit einerseits den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und so die Versorgung des Gehirns zu gewährleisten (Leber) und andererseits, um den Bedarf aus körperlich-muskulärer Arbeit zu decken (Muskeln).
Anmerkung

Fest steht – Je mehr Muskelmasse, desto mehr Kohlenhydratspeicher stehen zur Verfügung!

Probleme und Chancen in Verbindung mit Kohlenhydraten


Kohlenhydratreiche Hauptmahlzeiten, wir sie in abwechslungsreichen Varianten von fittaste angeboten werden, sind wichtig, um damit den täglichen Bedarf an Kohlenhydraten zu decken. Genug Kohlenhydrate aufzunehmen bietet die Chance auf mentale und körperliche Leistungsfähigkeit.

Problematisch wird es mit Kohlenhydraten, wenn wir Menschen uns dauerhaft damit ÜBER-versorgen. Die Folgen daraus können Übergewicht, Insulinresistenz, Prä-Diabetes sowie Diabetes sein und damit ein langsames aber stetiges abgleiten in das metabolische Syndrom. Leider driftet die Spanne aus echtem Bedarf an Kohlenhydraten und Aufnahme bei etlichen Personen sehr weit auseinander und provoziert damit ein Ungleichgewicht, welches besagte Symptome und Krankheiten auslösen kann. Aktuelle Statistiken bestätigen diesen wachsenden Trend, der einer immer bequemer werdenden Gesellschaft, starkem Bewegungsmangel und der Aufnahme vorwiegend verarbeiteter Kohlenhydrate sowie gesüßter Getränke geschuldet ist.

Resümee


Kohlenhydrate zählen zu den drei Makronährstoffen und damit zu einem wichtigen Bestandteil unserer Ernährung. Über die Wahl spezifischer Kohlenhydratquellen bestimmen wir selbst, wie stark oder weniger stark diese unseren Blutzucker beeinflussen. Über die Aufnahmemenge sorgen wir im besten Fall für eine hervorragende mentale und körperliche Leistungsfähigkeit. Damit Kohlenhydrate nicht zum Problem werden, ist es wichtig, sich bedarfsgerecht damit zu versorgen UND die richtigen Kohlenhydratquellen zu wählen.



Bei fittaste wird übrigens kein künstlicher Zucker verwendet, sondern auf die natürliche Süße der Produkte gesetzt.

 

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Literaturverzeichnis

Acheson, K. J.; Schutz, Y.; Bessard, T.; Anantharaman, K.; Flatt, J. P.; Jequier, E. (1988): Glycogen storage capacity and de novo lipogenesis during massive carbohydrate overfeeding in man. In: The American journal of clinical nutrition 48 (2), S. 240–247.

Jensen, Jorgen; Rustad, Per Inge; Kolnes, Anders Jensen; Lai, Yu-Chiang (2011): The role of skeletal muscle glycogen breakdown for regulation of insulin sensitivity by exercise. In: Frontiers in physiology 2, S. 112. DOI: 10.3389/fphys.2011.00112.

Oza-Frank, Reena; Cheng, Yiling J.; Narayan, K. M. Venkat; Gregg, Edward W. (2009): Trends in nutrient intake among adults with diabetes in the United States: 1988-2004. In: Journal of the American Dietetic Association 109 (7), S. 1173–1178. DOI: 10.1016/j.jada.2009.04.007.