von Holger Gugg


Low Carb – Woher genau dieser Begriff stammt wissen die wenigsten, kennen tut ihn aber jeder. Das Dezimieren eines Makronährstoffes in der Hoffnung, dadurch gesundheitlich zu profitieren und insbesondere damit schneller Körpergewicht zu reduzieren ist nichts Neues. Was sich bereits mehrere Male geändert hat, ist der einzugrenzende Makronährstoff. Waren es einst Fette, denen man den schwarzen Peter zugeschoben hat, sind es seit einiger Zeit die Kohlenhydrate, denen der Kampf angesagt wird. Um Begriffe wie Low Carb, No Carb, Atkins oder Zero Carb hat sich eine Milliarden-Industrie gebildet! Alles ist heutzutage in einer Kohlenhydrat reduzierten Variante erhältlich, angefangen bei Getränken, weiter über Backwaren und sonstige Lebensmittel bis hin zu Kaugummi und selbst Zucker ist “light”. Wird die Menschheit dadurch merklich schlanker und gesünder? Bis dato nicht, so zeigen es zumindest aktuelle Charts zur Entwicklung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und Co., weshalb sich hier und heute die Frage stellt, für wen genau Low Carb denn nun tatsächlich eine geeignete Ernährungsform darstellt und wer vielleicht doch auf eine andere Art der Ernährung setzen sollte.


“Low Carb” gewinnt gegen “High Carb”


Der größte Battle im Kampf um die bessere Ernährungsform findet zwischen Low Carb und High Carb statt. Wie der Name schon sagt, werden Kohlenhydrate in der einen Variante absichtlich hoch gehalten, während die andere Version diese minimiert. Immer wieder finden sich neue wissenschaftliche Untersuchungen die Low Carb mit High Carb vergleichen. Das Problem das oftmals besteht ist, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, d.h. man sagt zwar “Low Carb ist besser” – aber eben nicht wofür genau.


Wenn es um Zielsetzungen, wie Gewichtsverlust und die Anpassung gesundheitsrelevanter Blutwerte geht, lässt sich inzwischen eine Tendenz ableiten. Hier scheint Low Carb dem Ansatz mit hoher Kohlenhydratmenge überlegen zu sein, da sich damit sowohl Gewicht besser reduzieren lässt, es ermöglicht zudem auch deutlichere Veränderungen wichtiger Blutparameter, wie Bluttfettwerten (Triglyceride), Blutzucker oder Cholesterin aber auch der Insulinsensivität. Letzteres steht für die Aufnahmebereitschaft der Zellen für Zucker.


Fazit


Im Vergleich mit kohlenhydratreichen Ernährungsformen verspricht der Low Carb-Ansatz deutlicheren Gewichtsverlust sowie Veränderungen gesundheits-relevanter Blutparameter


“Low Carb” – Für wen ist es geeignet – Für wen nicht?


Nachdem “Low Carb” in vielen Untersuchungen besser als “High Carb” abgeschnitten hat, bleibt die Frage offen, wann man sich nun letztlich dafür entscheiden sollte und für wen explizit Low Carb geeignet zu sein scheint.


Hierzu muss man wissen, dass Low Carb deshalb so gut funktioniert, weil sich der Lebensstil des Otto-Normalbürgers mit einigen Kilos zu viel auf den Rippen oder Auffälligkeiten beim Blutbild stark gewandelt hat. Es dominieren Bewegungsarmut und Bequemlichkeit und auch das Essen läuft uns nicht mehr davon und muss gejagt werden… auf Knopfdruck wird es uns sogar an die Haustüre geliefert.


All das rechtfertigt den Low Carb-Ansatz für Personen, deren Alltag nur wenig Bewegung vorsieht, sei es über die Arbeit oder auch sportliche Tätigkeit. Je mehr körperliche Aktivität und je intensiver das Ganze von Statten geht, desto höher fällt auch wieder die Anforderung des Körpers an Kohlenhydrate aus.


Low Carb eignet sich für Personen mit wenig Bewegung


Der zweite Ansatz für Low Carb richtet sich an das Nutrition-Timing, also an die gezielte Aufnahme von Nährstoffen nach deren akuten Bedarf. Hierzu gibt es anzumerken, dass gerade Frühstück eben NICHT stark kohlenhydratreich ausfallen sollte und muss! Aktuelle Studien schreiben Frühstückern Vorteile zu, die sich reich an Protein und Ballastoffen ernähren. Auch Zwischenmahlzeiten, die am Schreibtisch verbracht werden, dürfen gerne Low Carb sein, während explizit die Mahlzeiten vor oder nach sportlicher Aktivität sich für die Aufnahme von Kohlenhydraten eignen.


Low Carb eignet sich für Frühstück, Zwischenmahlzeiten oder Abendessen


Resümee


BEDARFSOPTIMIERT – so lautet der Begriff mit dem sich die Anforderung an die Ernährung eines jeden Individuums am besten beschreiben lässt. Da wir uns immer weniger bewegen, schwinden die Vorteile für High Carb und Low Carb rückt in den Vordergrund. Ein “besser” oder “schlechter” kann letztlich jeder nur für sich selbst ausfindig machen. Oftmals dominieren Ernährungskonzepte, bei denen man eben keinen Makronährstoff dezimieren muss, sondern alle anforderungsgerecht zum Einsatz bringt. Bestes Beispiel hierfür ist das Konzept HBN (Human Based Nutrition) unseres Autors Holger Gugg


Sowohl für High Carb als auch für Low Carb findet jeder die besten Mahlzeiten in unserem vielfältigen Sortiment!