von Holger Gugg


Der Begriff “Meeresfrüchte” umfasst alle essbaren Meeresbewohner, die nicht zu Wirbeltieren zählen. Meeresfrüchte sind also vor allem Muscheln, Garnelen, Tintenfische, Hummer, Krabben, Langusten und Shrimps.


Meeresfrüchte – DAS sollte man über sie wissen


Meeresfrüchte enthalten generell einen hohen Wassergehalt (74 bis 84%). Diese Eigenschaft sorgt für einen geringen bis maximal moderaten Kaloriengehalt zwischen 65kcal pro 100g (Klaffmuschel) und 102kcal pro 100g (Garnele oder Languste). Ebenfalls gemeinsam haben alle Meeresfrüchte einen geringen Fettgehalt, der sich im Bereich von 1g pro 100g (Jacobsmuschel) bis 1,73g pro 100g (Garnele) bewegt.


Gut für die Kalorienbilanz, schlecht jedoch für alle diejenigen, die glauben, mit allen Meeresbewohnern ließe sich die Versorgung mit wertvollen essentiellen Omega-3-Fettsäuren aufpeppen. Denn das ist hier nicht der Fall. Perfekt geeignet für die Versorgung mit tierischem EPA und DHA, als wichtigste Vertreter der Omega-3-Fettsäuren, ist hingegen Fettfisch. Diesen findest du in unseren köstlichen Lachs-Kreationen, wahlweise mit Gemüsereis oder mit Brokkoli, Reis und einer schmackhaften Currysauce.


Auch der Kohlenhydratanteil in Meeresfrüchten fällt nur sehr gering aus. Es handelt sich dabei um tierische Stärke (Glykogen), die von Enzymen bereits im Mund im ersten Schritt zersetzt wird. Dank des geringen Gesamtanteils hat man beim Verzehr von Meeresfrüchten  keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckers zu erwarten. (Niedriger glykämischer Index / niedrige glykämische Last).


Verbleibt letztlich noch der Proteinanteil. Hier punkten Meeresfrüchte mit hohen Werten im Bereich von 10 bis etwas über 20g pro 100g. Ein kleiner Wermutstropfen – Protein aus Meeresfrüchten kann in Sachen biologische Wertigkeit leider nicht mit sonstigen tierischen Proteinträgern, wie Fleisch, Ei, oder Milch mithalten. Ein moderater Gehalt an Vitaminen sowie hohe Mengen enthaltener Mineralstoffe, insbesondere Eisen (Muscheln), Zink (Garnelen, Shrimps, Krabben, Miesmuscheln) und Kalium bei gleichzeitig verhältnismäßig wenig Natrium (Ausnahme Miesmuschel, Thunfisch und Hummer) machen Meeresfrüchte auch zu einem guten Mikronährstofflieferanten.


Shrimps – Das ist drin


Shrimps sind eiweißreich (~18 Gramm) sowie fettarm (~1,5) und liefern damit deutlich mehr Protein und deutlich weniger Fett, als beispielsweise Muscheln. Mit weniger als 1g Kohlenhydrate pro 100g, eignen sich für jede Low Carb-Diät und jedes Low Carb-Gericht.


Mikronährstoffe


Shrimps enthalten relevante Mengen B Vitamine, Vitamin E und Vitamin C. B Vitamine sind dafür bekannt das Nerven- und Immunsystem zu unterstützen. Sie tragen zudem zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Neben Vitamin C schützt auch Vitamin E unseren Körper vor einem Überaufkommen an oxidativem Stress.


Auf Seiten der Mineralstoffe darf man sich von Shrimps Natrium, Kalium, Zink und Eisen versprechen. Natrium und Kalium sind dafür bekannt als  Elektrolyte die Wasserverteilung in unserem Körper zu regulieren. Gerade ein ausgeglichenes Natrium/Kaliumverhältnis ist in der heutigen Zeit eine Seltenheit, wird jedoch durch den Verzehr von Shrimps gefördert. Zink ist unmittelbarer Bestandteil der Testosteronsynthese (interessant für Sportler), in die Wundheilung involviert und unterstützt zudem das Immunsystem. Vom Eisenanteil des Blutes geht der Sauerstofftransport aus, weshalb sich zu wenig davon zwangsläufig in mangelnder Leistungsfähigkeit niederschlägt.


Interessant


Anders als einige andere Meeresfrüchte, enthalten Shrimps nur geringe Mengen an Purin! Es handelt sich dabei um eine Substanz die sich etlichen Lebensmitteln wiederfindet und als solche für den Menschen auch einen gewissen Nutzen erfüllt, indem es in Aufbau neuer Zellen involviert ist. Problematisch wird es mit Purin, wenn sein Abbau zu Harnsäure und die entsprechende Ausscheidung aus dem Körper nicht hinreichend stattfinden. In solchen Fällen lagert sich diese gerne in Gelenken ab und wird in diesem Zuge für die Entstehung von Gicht verantwortlich gemacht. Betroffenen wird grundsätzlich zu einer Purin armen Ernährung geraten.


Fazit


Meeresfrüchte verstehen sich als kohlenhydrat- und fettarme Alternative zu Fleisch. Diese Eigenschaft sowie ein hoher Anteil an Protein und Mikronährstoffen  macht Meeresfrüchte und insbesondere Shrimps zu einem wertvollen Lebensmittel, welches sich sowohl in Low Carb, als auch in High Carb Mahlzeiten hervorragend integrieren lässt.