von Holger Gugg

Auf der Suche nach der richtigen Ernährungsform tun sich immer wieder neue Ansätze auf. Gesteuert von den Empfehlungen offizieller Institutionen bekam jeder Makronährstoff mit Ausnahme von Protein binnen der letzten 20 Jahre schon einmal "sein Fett weg". Erst wurde Fett als vermeintlicher Dickmacher verpönt – Das Resultat – Eine immense Steigerung der Kohlenhydrataufnahme und in diesem Zuge ein starker Zuwachs bei Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ II. Die Definition lautet eigentlich "Altersdiabetes", inzwischen finden sich aber mehr und mehr Fälle bei weitaus jüngeren Menschen auch im Kindesalter. Sie ernähren sich stark kohlenhydrathaltig, setzen aber gleichzeitig weitaus weniger der damit aufgenommenen Kalorien über Bewegung wieder um. Was entsteht ist ein Ungleichgewicht im Energiehaushalt, in diesem Zuge die Neigung zu Übergewicht und irgendwann auch die Zuckerkrankheit– alles eine Frage der Zeit.

Low-Carb setzt sich durch


Wenngleich ausgegeben von der DGE nach wie vor eine hohe Kohlenhydrataufnahme von mehr als 50% der Gesamtkalorien empfohlen wird, machte sich vor einigen Jahren der Low-Carb Trend breit. Kohlenhydrate zu minimieren, die Proteinaufnahme moderat zu halten und die Fettaufnahme zu erhöhen funktionierte! Unmengen positiver Meldungen führten dazu, dass sich auch die Wissenschaft in den Battle High-Carb vs. Low-Carb einschaltete. Das neueste und gleichzeitig in puncto interessanteste Ergebnis einer zusammenfassenden Studie mit 1369 Probanden ergibt, dass sich mit Low-Carb Gewicht besser reduzieren lässt als mit High-Carb. Eine weitere Untersuchung legt nahe, dass sich mit High-Carb Gewicht langfristig ebenso nicht besser halten lässt als mit einer anderen Ernährungsform und auch das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen lässt sich wie es scheinit mit besser in Zaumhalten, als mit einer Ernährung reich an Kohlenhydraten und arm an Fett.

High-Carb – Für wen ist es geeignet – Für wen nicht?


Nachdem der Sieger im Battle Low-Carb vs. High-Carb eigentlich eine eher kohlenhydratarme Ernährung ist bleibt letztlich die Frage offen, wer sich nun eigentlich für eine High-Carb Ernährung eignet.

Hardgainer gainen besser mit Fett

Viele kennen die wissenschaftlich wackelige Theorie der Körpertypen, wonach es einen bestimmten Typ (genannt Ektomorph) gibt, der sich besonders schwer damit tut zu zunehmen. Gibt man diesen Personen hohe Mengen Kohlenhydrate lässt sich dieser Zustand damit nicht immer verändern, da gerade sie es einerseits sind, die neben einem vielleicht stark beschleunigten Stoffwechsel oftmals sogar eine Aufnahmestörung gegenüber Kohlenhydraten aufweisen, andererseits sättigen Kohlenhydrate letztlich stärker als Fette und das obwohl sie pro Gramm wesentlich weniger Energie pro Gramm liefern. (4,1 statt 9,3)

High-Carb für Sportler und "Hard-Worker"

Getreu dem Motto: "Der Bedarf rechtfertigt die Aufnahme" eignen sich einige High-Carb Menüs täglich dennoch besonders für Personen die entweder hart arbeiten oder sich mehrmals pro Woche via sportliche Aktivität stärker verausgaben. "Wo gehobelt wird fallen Späne"- so heißt es. Ungemünzt auf das Thema Ernährung bedeutet dies, dass ein hoher Verbrauch an Kohlenhydraten kompensatorisch durch die Aufnahme einiger High-Carb-Mahlzeiten täglich ausgeglichen werden sollte um die Leistungsfähigkeit zu erhalten, bzw. sogar zu steigern. Jeder der sich jetzt angesprochen fühlt, sollte also einen besonders genauen Blick in die Kategorie "High-Carb" im fittaste-Sortiment werfen! Für alle diejenigen die nach einem 8-stündigen Bürotag noch maximal 30 Minuten Gassi mit dem Hund gehen oder den Garten jäten empfiehlt sich besonders das reichhaltige Low-Carb-Sortiment für einen Großteil der täglichen Versorgung. Der verbleibende Kohlenhydratbedarf kann nach wir vor gerne über die Highlights des High-Carb-Sortiments von fittaste auf gesunde und vielfältige Art und Weise gedeckt werden.

Fazit

Versucht man die Frage "Für wen ist es geeignet – Für wen nicht" in Bezug auf High-Carb als Ernährungsform zu beantworten, lassen sich ganz spezifische Zielgruppen bilden. Für einen großen Teil der deutschen Bevölkerung wäre ein zu hoher Anteil an Kohlenhydraten in der Ernährung eher suboptimal, während andere dank eines hohen aktiven Kalorienumsatzes sehr gut mit einer höheren Menge Kohlenhydrate zu Recht kommen können ohne dabei dick oder krank zu werden.

DER BEDARF RECHTFERTIGT DIE AUFNAHME

Quellen

https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/kohlenhydrate-ballaststoffe/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26768850

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26527511

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26485706