Kennst du das auch? Die Tage werden kürzer, die Sonne lässt sich nur noch sporadisch blicken und das Klagen über Träg- und Lustlosigkeit wird lauter.


Das ist kein Zufall, denn in der dunklen Jahreszeit produziert unser Körper vermehrt das "Schlafhormon" Melatonin. Dagegen wird der Botenstoff bzw. das "Glückshormon" Serotonin nur noch eingeschränkt produziert. Dieses Ungleichgewicht löst eine verstärkte Müdigkeit und Unzufriedenheit bei uns aus. Doch du musst dich dem Schicksal der Herbstmüdigkeit nicht ergeben, denn es gibt effektive Tricks, um ihr entgegenzuwirken!



Mood Food gegen Herbstmüdigkeit


Mit dem sogenannten Mood Food ("Stimmungs-Essen") kannst du die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin wieder ankurbeln. Hochwertige Serotonin-Lieferanten sind u.a. in exotische Früchte wie Papaya, Bananen, Feigen und Avocados zu finden. Doch deren Serotoningehalt ist nur schwer von unserem Körper verwendbar. Das liegt daran, dass Serotonin, das über die Nahrung aufgenommen wird, logischerweise zunächst im Magen landet und von dort aus nur schwer die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Es ist also tricksen angesagt und das geht wie folgt.


Dein Körper muss auf eigene Faust Serotonin bilden, um der Herbstmüdigkeit entgegentreten zu können. Hierfür wird zum einen die Aminosäure Tryptophan benötigt, die als essentieller Baustoff für Serotonin gilt sowie Insulin, das beim Verzehr von Kohlenhydraten ausgeschüttet wird und als Trägerstoff dient. Als ideale Lieferanten eignen sich vor allem komplexe Kohlenhydrate, wie beispielsweise Vollkornprodukte, Kartoffeln und Reis - alles wesentliche Bestandteile unserer täglichen Ernährung und gut verwertbar. Komplexe Kohlenhydrate kurbeln die eigene Insulinausschüttung an und halten sie über einen längeren Zeitraum konstant. Das Zusammentreffen erhöht somit den Tryptophan-Spiegel im Gehirn.


Stellt sich nur noch die Fragen, wo man das Tryptophan hernimmt. Hierzu eignen sich besonders Lachs, Pute, Rindfleisch, Milchprodukte, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte. Praktisch ist zudem, dass Tryptophan weder wasserlöslich noch hitzeempfindlich ist, weshalb nur ein geringer Teil der Aminosäure beim Kochen verloren geht. Somit müssen bei der Zubereitung der Speise keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden.


Doch bei allem Serotonin-Enthusiasmus solltest du deine ausgewogene Ernährung nicht vernachlässigen und weiterhin auf eine moderate Kohlenhydratzufuhr achten. Denn zu viele Kohlenhydrate, besonders einfache, machen ebenfalls träge und setzen bei unzureichender Bewegung schnell ungewollte Pfunde an. Ein ausgewogener Mix aus komplexen Kohlenhydraten, hochwertigen Proteinen und gesunden Fetten ist hier die Lösung, wie z.B. bei unserem „HU!“ Skyr mit Crunch oder Lachs mit Gemüsereis.



Bewegung und Sonne tanken gegen Herbstmüdigkeit


Der Serotonin-Spiegel wird auch durch ausreichend Sonne aufgefüllt. Das ist im Herbst und Winter natürlich schwierig, aber durchaus machbar. Wenn möglich, dann nutze die Sonnenstrahlen, die du erhaschen kannst, aus. Schon wenige Minuten reichen aus, die Serotoninausschüttung im Körper anzustoßen. Kleiner Tipp: Zeige der Sonne 5 Minuten deine Zähne, denn das kurbelt zusätzlich die Vitamin-D Produktion an. Ist dir keine Sonne vergönnt, dann empfiehlt sich kraft- und ausdauerintensives Workout oder ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft. Das kurbelt den Kreislauf an und bringt wieder neuen Schwung in den müden Alltag.




Unser Fazit


Von der Herbstmüdigkeit scheint in diesen Tagen nahezu jeder betroffen zu sein. Der eine mehr, der andere weniger. Das hängt natürlich auch vom individuellen Lebensstil ab. Daher ist es gut zu wissen, dass man mit nur geringem Aufwand, das persönliche Wohlbefinden und die eigene Performance steigert. Mit einer ausgewogenen, mineral- und vitaminreichen Ernährung, einem klugen Mix der richtigen Makronährstoffe und geeigneten Tryptophan-Lieferanten sowie ausreichend Bewegung, lässt sich schnell Abhilfe schaffen.


Die kurzen Tage dürfen kommen!