von Holger Gugg


Geflügelfleisch hat sich zum Dauerbrenner unter den Fleischsorten entwickelt. Es lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten, ist größtenteils fettarm und besitzt keinen starken Eigengeschmack, weshalb kulinarisch alle Richtungen möglich sind. Noch 2013 verzehrte der Deutsche pro Jahr 11,3kg Geflügelfleisch pro Jahr, Tendenz steigend! Alles was man zu Geflügelfleisch und insbesondere zu den Top-Sellern Hühnchen und Pute wissen sollte erfahren Sie heute im Blog von fittaste.de


DAS ist Geflügel


Nutztiere


Unter dem Begriff Geflügel fallen mehrere Vogelarten, die alle als Nutztiere gezüchtet werden und zum menschlichen Verzehr geeignet sind. So zählen zu Geflügel Hühner, Puten, Gänse, Enten, Wildgeflügel aber auch sonstige Arten, die man auf den ersten Blick nicht eindeutig als Geflügel ansehen würde, wie Taube oder Strauß. Der Mensch profitiert nicht allein vom Fleisch, sondern auch von anderen tierischen Produkten, wie Eiern und sogar Daunen mit denen Betten und Kissen gestopft werden.


Fettarmer No-Carb Proteinlieferant


Als Lebensmittel sind insbesondere Geflügelarten, wie Pute und Hühnchen beliebt. Sie zeichnen sich aus durch einen besonders hohen Gehalt an biologisch hochwertigem Protein bei gleichzeitig wenig Fett und nur verschwindend geringen Mengen an Kohlenhydraten. Dank dieser Merkmale fällt es nicht schwer heraus zu finden, warum Geflügelfleisch wie dieses insbesondere für alle Figurbewussten und Sportler so interessant erscheint.


Wichtig


Es bestehen größere Unterschiede hinsichtlich des Fettgehalts verschiedener Teile des Geflügels. Insbesondere Brustfleisch zählt zu den fettärmsten Teilen und wird darum besonders gerne für Fleischgerichte verwendet


Wichtiger Beitrag für die Versorgung mit Vitaminen


Auch auf Seiten der Mikronährstoffe haben Geflügel-Vertreter wie Hähnchen- und Pute einiges zu bieten. Sie sind reich an Vitamin E. Es handelt sich hierbei um eine essentielle (lebensnotwendige) Substanz die für den Gewebeaufbau sowie die Bildung roter Blutkörperchen wichtig ist, aber auch als Radikalfänger (sog. antioxidative Substanz) fungiert und gesunde Zellen unseres Körpers damit vor dem Niedergang schützt. Ebenfalls reichlich finden sich in Geflügelfleisch B-Vitamine. Hierbei handelt es sich um einen wasserlöslichen Vitamin-Komplex mit etlichen Aufgaben. wie dem Erhalt eines normalen Energiestoffwechsels, einer normalen Funktion des Nervensystems, dem Erhalt einer ausreichenden Menge roter Blutkörperchen sowie eines gesundes Hautbildes (um nur einige Funktionen zu nennen).


Wichtiger Beitrag für die Versorgung mit Mineralstoffen


Hähnchen- und Putenfleisch liefern vor allem Kalium, Phosphor, Zink und Eisen. Erstgenanntes dient unter anderem der Aktivierung von Enzymen für die Proteinbildung und schaltete sich sowohl in die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts als auch des Kohlenhydratstoffwechsels ein. Phosphor spielt zusammen mit Kalzium eine wichtige Rolle für Knochen und Zähne. Außerdem ist es an der Funktionalität des Energiestoffwechsels beteiligt, reguliert den Säure-Basen-Haushalt im Körper und schaltete sich nicht zuletzt in die Wirkungsweise bestimmter Hormone ein. In Geflügel enthaltenes Zink unterstützt und stabilisiert das Immunsystem, während Eisen an der Blutbildung und am Sauerstofftransport beteiligt ist und sich damit direkt auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit auswirkt. Insbesondere in der fleischlosen Ernährung und nochmals häufiger bei Frauen kommt es gerne zu einem Mangel an Eisen. Der Grund hierfür liegt zum einen im relativ geringen Eisengehalt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln aber auch in der schlechten Bioverfügbarkeit des pflanzlichen sog. “Non-Häm-Eisen”.


TIPP


Vitamin C peppt die Bioverfügbarkeit pflanzlicher Eisenquellen auf und fungiert zudem als Radikalfänger!


Fazit


Geflügelfleisch zeichnet sich als hochwertige Proteinquelle aus die nebst einer Reihe von Vitaminen zudem einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit etlichen Mineralstoffen leistet [2,3]


Mythen rund um “Geflügel”-fleisch


Gefährliches Kochsalz


Naturbelassen liefert Geflügelfleisch nur geringe Mengen Salz (NaCl – Natrium-Chlorid) und zudem ein wünschenswertes Verhältnis von Natrium zu Kalium, zweier Mineralstoffe die sich beide regulierend in den Flüssigkeitshaushalt einschalten. Da sich in Studien tatsächlich bewahrheitet, dass ein Teil der Bevölkerung “sensitiv” mit einer Erhöhung des Blutdrucks auf hohe Salzmengen reagiert, hält sich der Mythos hartnäckig Fleisch würde dies grundsätzlich fördern.


FALSCH


In Wahrheit sind es lediglich verarbeitete Fleischwaren, die mit hohen Mengen Salz versetzt werden und damit ein starkes Ungleichgewicht zwischen Natrium und Kalium hervorrufen.


Todbringendes Fleisch


Zurecht, wie es scheint, steht der übermäßige Verzehr von Fleisch in der Kritik die Mortalität (Sterblichkeit) der Bevölkerung nachteilig zu beeinflussen. Neueste Studien belegen tatsächlich einen solchen Zusammenhang der vornehmlich jedoch für verarbeitete Fleischwaren ausgewiesen wird, während Hinweise auf ein erhöhtes Mortalitäts-Risiko ausgehend von weißem Fleisch bis dato nur vereinzelt vorliegen.


Cholesterin


Cholesterin wurde dank manipulierter Untersuchungen zum Buhmann der Gesellschaft erklärt. Seit 1965 hat es sich in den Köpfen der Menschen fest eingemeißelt Eier, Fleisch und sonstige Cholesterinquellen würden uns alle krank machen. Die Wahrheit zu Cholesterin findet sich in einem körpereigenen Regulationsmechanismus der auf ankommendes Cholesterin über die Nahrung reagiert, indem er die körpereigene Bildung fördert oder eben drosselt. Übliche Verzehrmengen an Eiern und auch Fleisch können so bei einem Großteil der Bevölkerung niemals zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels führen, so belegen es auch aktuellere Studien. [1,4,5]


BIO?


Auf die Frage inwieweit die Haltung Einfluss auf die Fleischqualität nimmt lässt sich sagen, dass sowohl der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Fettanteil, der Gehalt an Vitamin D als auch die Verwendung von Antibiotika und Mastbeschleunigern maßgeblich davon abhängt.


Fazit


Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte haben sich rundum Fleisch und seine Bestandteile etliche Mythen gebildet. Viele von ihnen relativieren sich bei genauem Hinsehen


Resümee


Aktuell gibt es keinen Grund der gegen den Verzehr einer angemessenen Menge Geflügelfleisch sprechen würde. Es liefert Protein sowie etliche Mikronährstoffe. Dank des quasi nicht vorhandenen Gehalts an Kohlenhydraten und auch Fett (je nach Teil) eignet es sich sowohl für Low Carb also auch für High Carb oder gemischte Diäten. Wichtig ist es, sich über die Herkunft und Haltung der Tiere im Klaren zu sein, weshalb Fittaste ausschließlich Geflügelfleisch aus artgerechter Haltung verwendet. In unserem Sortiment finden sich etliche Geflügelgerichte für jeden Geschmack.